Liebe Bürger, Freunde, Familien und Eltern,

 

der SV Ramerberg wollte Euch eigentlich nicht mit endlosen Argumenten zum Bürgerentscheid zumüllen, denn wir wussten: Das machen schon „Die Anderen“.

Während wir auf einen Beitrag im Gemeindeblatt bewusst verzichtet haben, überschüttet Euch nun eine zweifelhafte und ominöse “Bürgerinitiative Zellereit” mit seinen angeblichen Fakten und versucht, Euch zu einem NEIN beim Bürgerentscheid zu überreden.

Natürlich fällt auf, dass diese “Bürgerinitiative” im Gemeindeblatt im gleichen Layout wie der Gemeindetext daher kommt. Beide Parteien sind sich da wohl einig und stellen den Sportverein so dar, als wären wir der schlimmste Albtraum von Ramerberg.

Da werden Argumente verdreht, es wird getrickst und getäuscht, was das Zeug hält. Die Wahrheit verbogen, bis die dicklichste Mitte ins kleinste Kleid passt. Hauptsache, die Wähler fallen darauf rein. 

Wir haben, – wie Ihr wahrscheinlich auch -, das “Gemeindeblatt” gelesen. Und wisst Ihr was? Bei so vielen Unwahrheiten kann man wirklich nur noch staunen. Aber hey, wir haben uns entschieden, das Ganze mit dem nötigen Humor zu nehmen. Anders ist’s ja kaum zu ertragen.

Nun, alle Unwahrheiten wollten wir jetzt doch nicht unkommentiert lassen. Also “entführen” wir Euch hiermit auf eine Reise ins “Königreich Fantasia”. Ein Land, offensichtlich weit weg von Ramerberg und den wirklichen Fakten. Kostprobe gefällig? Gerne:

Die Bürgerinitiative behauptet online, der Bürgerentscheid sei gar nicht vom SV Ramerberg selbst eingereicht worden, sondern von „einer kleinen Gruppe EXTERNER Personen“. Diese Personen hätten zudem vergeblich versucht, mit einer einstweiligen Verfügung das Erscheinen des Gemeindeblatts zu verhindern.

Nun ja, die „kleine Gruppe EXTERNER Personen“ sitzt im Vorstand des SV Ramerberg. Es können halt nur reale Personen einen Bürgerentscheid beantragen, ein Verein nicht.

Und was ist mit der angeblichen einstweiligen Verfügung?

Nichts! Reine Fantasie aus dem „Königreich Fantasia“. Tatsächlich absolut frei erfunden. Das muss man sich erstmal trauen.

Übrigens, wenn überhaupt irgendjemand “EXTERN” ist, dann wohl eher zahlreiche Personen aus der mysteriösen Bürgerinitiative. Sie sind von außerhalb nach Ramerberg gezogen, stammen nicht aus Bayern und treiben die Einheimischen inzwischen vor sich her. 

Weil wir wissen, dass diese Herrschaften unsere heutige Info auch lesen werden, schreiben wir hier “dialektfrei”, damit die „Zuazognen“ (oder wie auch immer man sie nennen will) 🙂) uns eben auch verstehen.

Was also in Berchtesgaden die Kirchenglocken, im Allgäu die Kuhglocken und im Oberland der Brez’ngeruch ist, ist offensichtlich in Ramerberg der Fußballplatz in Zellereit.

Um nicht missverstanden zu werden: Wir lieben „Zuazogne“! Nur nicht die aus dem Königreich Fantasia. 😀

Es gibt Alternativen in Ramerberg und Unterkatzbach?

Wir fragen uns: Für wie dumm hält die Bürgerinitiative eigentlich die Ramerberger Wähler?

Sie erzählen Euch nämlich bewusst nicht, dass der Ramerberger Bürgermeister am 12.01.2021 in der öffentlichen Gemeinderatssitzung folgenden Satz sagte:

„Der Standort Unterkatzbach ist laut Regierung von Oberbayern nicht zulässig“.

Steht so im Protokoll. Die Regierung von Oberbayern ist jetzt nicht gerade irgendwer. Dazu kommt: Wenn man jemandem glaubt, dann doch dem Bürgermeister, oder etwa nicht? Neben Sätzen gab es auch Taten: Denn das endgültige AUS für Unterkatzbach präsentierte der Bürgermeister am 12.09.2021. Er veröffentlichte ein Schreiben der Regierung von Oberbayern vom 29.6.2021:

Aufgrund des Anbindegebots darf in Unterkatzbach allenfalls ein Fußballplatz als Grünfläche entstehen.

– Heißt: keine Umkleidekabinen, keine Parkplätze, kein Flutlicht. Kein Spielbetrieb!

 

Aber Halt! Es gab ja noch den Standort Ramerberg. Oder etwa nicht?

Wir alle haben es gelesen. Der Bürgermeister schreibt im aktuellen Gemeindeblatt, dass die Gemeinde wegen der Haushaltssituation “Schwierigkeiten” hat, Gelder für einen neuen Fußballplatz bereitzustellen.

Schwierigkeiten? Diese abgespeckte Version der Realität ist wohl eher Sprache aus dem Königreich Fantasia, denn sie ist maßlos untertrieben. Aber als Verpackungsmaterial für die Wähler in Ramerberg taugt der Begriff allemal.

Die Wahrheit ist:

Die Gemeinde ist so klamm, dass sie ab 2026 nur noch mit Krediten über die Runden kommt. Zur Vorfinanzierung der Verbesserungsbeiträge in Höhe mehrerer Hunderttausend Euro müssen Kassenkredite zu 9% Zinsen aufgenommen werden. Die Kreisumlage ist um ca. 85.000 € gestiegen und der kommunale Anteil an der Betriebskostenförderung nach dem BayKiBiG steigt um 100.000€. Die Umlage der VG steigt um 34.000 € und die Personalausgaben um 33.500 €. Allein 2024 steigen die Schulden bereits auf stolze rund 1,5 Millionen Euro.

Aber: Ab ra ka da bra….Fan ta sia. ein Zauber!

Denn gleichzeitig soll der Kauf von Flächen in Ramerberg für einen neuen Fußballplatz mit über 700.000 € Kredit, plus Bauleitplanung, plus Erschließung, plus Zinsen und plus sämtlich erforderlichen Gutachten „kein Problem“ sein?

Die angekündigten Klagen der Anwohner lassen wir jetzt mal außen vor.

Also: fauler Zauber. Und weil‘s eh scho Wurscht is….,

soll die Rotter Straße gleich mit erneuert werden. Wer soll’s bezahlen? Na Ihr, die Ramerberger Bürger, wer sonst? Was wird’s kosten? 1 oder 1,2 Millionen Euro? Niemand weiß es so ganz genau. In Fantasia will man es auch gar nicht wissen. Man müsste es Euch ja dann erzählen.

Wir verraten Euch ein von der Bürgerinitiative gut verborgenes Geheimnis:

Damit die Gemeinde das Grundstück in Ramerberg überhaupt kaufen kann, braucht es ein Wertgutachten. Das ist auch schon in Auftrag gegeben. Denn wenn Grünfläche zu Bauland wird, dann gelten halt andere Preise. Wenn dieses Gutachten nun besagt, dass 700.000 € für 7.000 Quadratmeter zu wenig sind, dann……: Ja dann, platzt die ganze „Gaudi“ eh.

Zur Erinnerung: Der Bodenrichtwert in Ramerberg liegt bei etwa 600 €/qm. Rechnet das mal hoch… Der Grundstückskauf verschlingt also erhebliche, kaum leistbare Gelder.

Woher kommen diese Gelder? Richtig: Die Bürger bezahlen das. Womöglich über Grundsteuererhöhungen? NEIN, natürlich nicht. Fantasia-Ehrenwort.🙂 Jedenfalls nicht heute und nicht vor dem Bürgerentscheid.

Der Gemeinderat lehnte also im Mai 2023 den Kauf des Grundstücks aus sehr berechtigten Gründen ab. Selbst unser Kämmerer warnte im Mai 2023 vor dem Kauf, da sonst über Jahre hinweg kein Geld für einen neuen Kindergarten bleibt.

Fußballplatz gegen Kindergarten? Nicht mit uns!

Ganz ehrlich: Dann lieber einen neuen Kindergarten. Deswegen verstehen wir nicht, wie man gegen Zellereit sein kann. Es sei denn, man interessiert sich nicht wirklich für unsere Kinder.

Es gibt noch viele weitere Unwahrheiten aus dem „Königreich Fantasia“ im Umfeld der Bürgerinitiative. Alles aufzuzählen, würde hier echt den Rahmen sprengen.

Nur so viel zum Standort Zellereit:

Kein Fairplay gegenüber dem WSV? Laut Immissionsschutzgutachten vom Februar 2020 ist ein gleichzeitiger Spielbetrieb möglich, wenn der Erdwall um 1 Meter erhöht wird. Die Bürgerinitiative kennt das Gutachten, verschweigt aber die Wahrheit.

Ein Verfallen von Gutachten zum Standort Zellereit? Laut Landratsamt verfallen diese Gutachten nicht, es sei denn, es hat sich etwas Gravierendes geändert. Hat es aber nicht!

Kein Bodengutachten vorhanden? 2019 hat die Firma Crystal Geotechnik aus Wasserburg an fünf Stellen des geplanten Sportplatzes Proben bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern entnommen. Ergebnis: Ein reibungsloser Bau ist möglich.

Zufahrtsstraße ist nicht für die Bau LKW ausgelegt? Wer soll das glauben? Wie wurden denn all die Einfamilienhäuser dort gebaut? Mit Lastenrädern, oder was?

22.000 zusätzliche Fahrten durch die Zufahrtsstraße? Also, das größte Parkhaus Europas steht in München in der Allianz Arena und fasst ca. 9.800 Kfz. Ramerberg soll das 2,3-fache davon auslösen? Ein Schelm, wer dabei an Fantasia denkt!

Über 180 Einwände, die der Öffentlichkeit vorenthalten sind? Also, es gibt da so ein Gerücht: Nur etwa 40 Bürger, sollen je bis zu 6 Einwände verfasst haben. Die Einwände sollen teilweise komplett kopiert (oder nur minimal geändert), dann 1:1 von anderen Personen/Nachbarn übernommen, der Name geändert und abgegeben worden sein. Teilweise sollen sie auf Nachfrage nicht einmal gewusst haben, was in ihren “eigenen” Einwänden steht. Wenn es stimmt, wäre das eine Erklärung, warum die jetzige Mehrheit des Gemeinderates seit fast vier Jahren die “Einwände” nicht öffentlich macht. Vielleicht, weil dann der Schwindel auffliegt? Wir wissen es nicht, ist ja  “Fantasia sei Dank” nur ein Gerücht. 😀

 

        

Liebe Bürger, Freunde, Familien und Eltern,

lasst Euch nicht von einer Handvoll Leute an der Nase herumführen. Geht bitte wählen. Für Euch, Eure Familien, Kinder und Enkel, für unsere Vereine. Sagt “JA” zu Zellereit.

Apropos “JA”: Wenn Ihr den geheimnisvollen Sponsor seht, den die Bürgerinitiative bei Euch erwähnt hat, schickt ihn bitte zu uns. Er hat sich nämlich leider bei uns bisher nicht vorgestellt. Aber wir haben Geduld: Denn die Reise von “Fantasia” nach Ramerberg ist weit…. 🙂   

Euer SV Ramerberg

 

PS: Auszug aus der öffentlichen Stützung des Gemeinderates am 13.10.2020

Zu TOP 2: Bebauungsplan Nr. 10 „Sportplatz Zellerreit“;

 

Beratung und Beschlussfassung über die Fortführung des Verfahrens

 

Rechtliche Bedenken gegen die Fortführung des Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplans „Sportplatz Zellerreit“ bestehen nicht. Die Verwaltung bittet nunmehr um eine politische Entscheidung, ob das Verfahren fortgeführt werden soll.